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Fotos: ©S.Waldecker
Literatur & Wein 2015

Das Generalthema des Festivals 2015 läßt sich mit der Parole Von der Entschlüsselung der Welt überschreiben. Die Grande Dame internationaler Literatur, Lily Brett, gibt Literatur & Wein die Ehre der Eröffnungslesung. Insgesamt widmen sich die Lesegäste in ihren Literaturen dörflichen Struk­turen, der Überlegung zu den letzten Dingen und der Endlichkeit des Menschen, fragen nach Herkunft und Heimat, stellen sich dem Thema der Verankerung in der Welt, und punkten auch mit Ironie sowie der hoffnungsfrohen Botschaft, daß es auch in einer taumelnden Welt noch kleine Wunder gibt.

Das Festival-Transflair bringt mit Fritz Orter, Florian Klenk und Julya Rabinowich zwei brillante Journalisten und eine ebenso brillante Autorin an den Tisch von Moderator Klaus Zeyringer - Koryphäen des Wortes, die mit ihrer schwierigen Arbeit zur Decodierung besonders fataler Ausprägungen der menschlichen Existenz beitragen, indem sie sich mit beeindruckender Positionierung den Themen Krieg, Menschenrechtsverletzung, Antihumanismus stellen.

Die Matinée am Sonntagvormittag steht ganz im Zeichen der Erinnerung an einen Großen der heimischen Literatur, der mit seiner vielschichtigen, unverwechselbaren Handschrift die Landschaft des Dichtens, Denkens, Übersetzens geprägt - und der Welt einen ganz besonderen "Schlüssel" in die Hand gegeben hat hat - eine Hommage an H.C. Artmann.

Musikalisch stehen Spielfreude, Rasanz, Eindringlichkeit auf dem Programm, wenn Die Strottern & Blech, die ukrai­nische Hudaki Village Band und der unverzichtbare Roland Neuwirth (diesmal in der Trio-Version) zu den Instrumenten greifen.