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©Haas/Diogenes
Erich Hackl
Geboren 1954 in Steyr, hat Germanistik und Hispanistik studiert und ein paar Jahre lang als Lehrer und Lektor gearbeitet. Seit langem lebt er als freier Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Madrid und Wien. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt wurden, liegen authentische Fälle zugrunde. Auroras Anlaß und Abschied von Sidonie sind Schullektüre. "Chroniken", "Musterstücke des Weltlaufs", nennt der Autor seine Texte, die erzählen, was sich tatsächlich ereignet hat. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet u. a. 2015 mit dem Anton-Wildgans-Preis.

Seine jüngste Publikation widmet er seiner Mutter, die als Bauerntochter im oberösterreichischen Mühlviertel aufgewachsen ist.

Auswahl Publikationen:
Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte, Diogenes 2010
Dieses Buch gehört meiner Mutter, Diogenes 2013
Drei tränenlose Geschichten, Diogenes 2014
Literatur und Gewissen, Innsbruck UP 2016


»Er war der beste Freund ihres Vaters, zu einer Zeit, in der Männer noch beste Freunde und Frauen beste Freundinnen hatten, vor einer halben Ewigkeit also. Damals, Mitte der zwanziger Jahre, müssen sie sich kennengelernt haben, Rudolf Kraus und Reinhold Duschka, zufällig nach einer Vorlesung im Palais Eschenbach oder auf einer Lagerwiese in der Lobau oder schon bei Duschkas erster Kletterpartie mit dem Alpenverein, Peilstein im südlichen Wienerwald, stelle ich mir vor, und auf der Hütte oder während der Rückfahrt im holpernden Abteilwagen könnte er, zerschunden, todmüde, aber glücklich über eine neue Erfahrung, für die er keine Worte fand, neben Kraus zu sitzen gekommen sein, der die Gruppe geführt oder begleitet hatte. Es war die nüchterne Fürsorge, die ihn für den anderen einnahm, weil sie seiner eigenen Wesensart entsprach.«
(Aus: Am Seil, Diogenes 2018)


Teilnahme an Literatur & Wein: 2014, 2019

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