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© Lukas Beck
Alois Brandstetter
Alois Brandstetter studierte Germanistik und Geschichte und war von 1974 bis 2007 Professor für Ältere Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Klagenfurt.

Als Schriftsteller begann er erst relativ spät zu wirken, wurde aber nach den ersten Förderpreisen (1973, 1975) rasch bekannt; 1979 wurde er Jury-Mitglied des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs.

In seinem literarischen Schaffen ist er Autor der "Alten Schule", ein subtiler Archäologe der Sprache, dessen Meisterschaft u.a. darin gründet, dass dem vorgeblich leichtfüßigen Stil akribische Feinarbeit unterliegt. Seine pointierte Kurzprosa und Romane sind ironisch-kritische Bestandsaufnahmen provinzieller Lebenskultur. Deshalb schreibt Helmuth Schönauer: "Alois Brandstetters Qualität liegt in dieser Bandbreite des Witzes, wo zwischen Gelächter und betroffenem Zusammenzucken alles an Reaktion möglich ist."

Er wurde u.a. 2005 mit dem Adalbert-Stifter-Preis und 2008 mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Auswahl Publikationen:
Ein Vandale ist kein Hunne, Roman, Residenz 2007
Cant läßt grüßen, Roman, Residenz 2009

»Nach dem ersten Briefe nun, den Ihr, werthes Fräulein Maria von Herbert, im August des Jahres 1791 aus Clagenfurth im Lande Kärnthen, an meinen Herrn, den Herrn Professor Immanuel Cant, nach hier in Königsberg ins östliche Ostpreußen, zu richten die Güte - und Kühnheit - hattet, war mein Herr nicht aufgelegt zu antworten oder auch durch meine Wenigkeit, seinen Secretär und Amanuensis, correspondiren und repliciren zu lassen.«
(Aus: Cant läßt grüßen, Residenz 2009)

Teilnahme an Literatur & Wein: 2010