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Das stimmungsvolle Ambiente von Stift Göttweig dient als Schauplatz des Festivals.

Foto:©M.Haslinger
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Literatur & Wein 2019
11. - 14. April

Reisen zum Mittelpunkt der Erinnerung

Das Reisen führt die Autor/innen dieses Festivals in die eigene Vergangenheit wie in jene der Protagonist/innen; wer reist, muss sich öffnen und hat gleichzeitig die Möglichkeit, aus der Distanz die eigene Geschichte zu reflektieren: Reisen und Erinnern haben viel miteinander zu tun.

Wie beides ganz hervorragend zu bewerkstelligen ist, zeigt beispielsweise Karl-Markus Gauß, der dazu nicht einmal sein Zimmer verlassen muss, während Bora Ćosić ganz konkret durch Italien und Österreich flaniert, Christina Viragh einen long distance-Flug antritt und Jaroslav Rudis zwei denkbar unterschiedliche Männer auf eine Reise an die Ränder des alten Kontinents schickt.

Ins Erinnern begibt sich Meir Shalev - mit einem zauberhaften Gedenkband, Barbara Frischmuth erzeugt einen Lesesog, der in die 1950er Jahre führt, Natascha Wodin rollt in ihrem herzanrührenden Band ihre Geschichte der Ort- und Heimatlosigkeit auf und Erich Hackl - ebenso berührend - zeigt, dass es auch in den Zeiten der braunen Unmenschlichkeit Menschen gab, die unter Einsatz des eigenen Lebens Verfolgten geholfen haben.

Ganoven

Beeindruckend auch Hans Platzgumer, der seinen Protago­nisten, ein Findelkind, auf mehreren Ebenen auf den Weg schickt. Nachdenklich und gleichzeitig mit stillem Witz siedelt Dževad Karahasan seine fünf Erzählungen am Beginn des 20. Jahrhunderts an, David Schalko lässt seine nicht unsympathischen Ganoven schwere Zeiten durchmachen, bis sie im Nachkriegswien ankommen und Klaus Merz baut eine erstaunliche Firma - die Erinnerungen produziert.

Im Rahmen der Schiene Transflair fragt Moderator Klaus Zeyringer die Top-Journalismusgrößen Lou Lorenz-Dittlbacher (ORF) und Dirk Kurbjuweit (Spiegel) nach dem weiblichen Verhältnis zu Ohnmacht und Macht. Auch gewandert wird erneut - gemeinsam mit dem Lesehof Stagård und dem Schweizer Autor Lorenz Langenegger, die beiden Lyrikeinheiten präsentieren zum einen internationale Dichter/innen sowie die Creme der österreichischen Lyrik.

Sekt

Die Sektmatinée am Sonntag, die das Festival perlend abrundet, erinnert an den großen Schriftsteller Werner Kofler, dem Antonio Fian auch postum ungebrochene Freundschaft und Ehre mit einer Lesung aus dem Werk angedeihen lässt, bietet mit dem Duo zweier Granden heimischen Literatur (Barbara Frischmuth & Julian Schutting) die Präsentation der Sonderpublikation zum Festival - und Wiener Blond sorgt für optimalen Sound.

Auch auf das weitere Musikprogramm des Festivals darf man sich mehr als freuen: Roland Neuwirth und Ernst Molden haben sich mit neuen Formationen zusammengetan: ersterer mit dem radio.string.quartet, der andere mit dem Frauenorchester - beides vom Feinsten!

Das Team des Literaturhauses NÖ wünscht genussreiche, schöne & intensive Festivaltage!


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