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Literatur & Wein
Das Internationale Kulturenfestival

Was braucht es, um ein international renommiertes Literaturfestival auf die Beine zu stellen? Viel Herzblut und eine riesengroße Portion Begeisterung! Das gilt auch noch 25 Jahre nach der Gründung von Literatur & Wein.

1998, am Beginn von Literatur & Wein, standen zwei kleine, gemeinnützige Vereine mit jeder Menge Enthusiasmus und dem Willen, der Literatur in der niederösterreichischen Kulturlandschaft einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Es vermengte sich das notwendige Know-how in der Organisation von internationalen Literaturfestivals mit Kompetenzen vor Ort, weil in Langenlois – der größten Weinstadt Österreichs – ansässig. Das Festival entstand zu einer Zeit, als sich eine Kombination von Literatur und Wein als Programm noch ungewöhnlich ausnahm. Die Medien und das Publikum reagierten jedoch euphorisch.

1999 fand es zum ersten Mal – damals noch für zwei Tage konzipiert – in Schloss Gobelsburg statt. Gemeinsam mit der Autorin Sylvia Treudl wurde im Jahr darauf das Konzept für ein Literaturhaus Niederösterreich erarbeitet. Das Land NÖ und die Kulturabteilung des Bundes unterstützten diese Initiative mit der Bitte Literatur & Wein zukünftig in die Agenden des Literaturhaus NÖ einzubinden. Das war auch die Voraussetzung, um zukünftig hauptberuflich die ständige Entwicklung des Festivals voranzutreiben. Willibald Balanjuk, Wein&Co, und Gerhard Ruiss, Autor und GF der IG Autor:innen, moderierten in den Anfängen in einer Doppelconference, sie brachten auf kompetente Weise dem Publikum das Konzept Literatur & Wein näher. Das Festival wurde in der Folge nach Bonn und Frankfurt am Main eingeladen.

Benediktinerregeln

Mittlerweile hat Literatur & Wein seine Heimat gefunden. Seit 2003 findet es jeden April an vier Tagen in Stift Göttweig und im Literaturhaus NÖ statt. Aus allen neun Bundesländern, aber auch aus der Schweiz, Bayern und Südtirol, reisen Leser*innen an, um ein verlängertes Wochenende in der Wachau zu verbringen. Abt Columban Luser oder Prior Maximilian nehmen persönlich an den langen Leseabenden am Freitag und am Samstag die Eröffnung vor. Als Hausherren betonen sie immer wieder, wie wesentlich die Elemente Literatur und Wein auch in den Benediktinerregeln verankert sind.

Das Festival erarbeitete sich über die Zeit einen fixen Platz im Reigen der jährlich stattfindenden, deutschsprachigen Literaturevents, das erleichtert das Engagement von internationalen Autor:innen. Konfrontiert mit der ständigen Herausforderung, kein Marketingbudget zur Verfügung zu haben, ist das Festival seit Beginn auf Mundpropaganda angewiesen. Die hohe Qualität der Schriftsteller:innen und ihre:r Texte, die großartige Auswahl der Winzer:innen durch unseren Weinpartner Wein Niederösterreich und die zahlreichen Musiker:innen, die das Festival begleiten, haben dazu beigetragen, dass Literatur & Wein in den letzten 25 Jahren zu einem der größten Literaturfestivals mit Eintritt in Österreich geworden ist.

Die Organisation des Festivals hat mehr als ein halbes Jahr Vorlaufzeit und wäre ohne ein professionelles Arbeitsteam nicht mehr zu verwirklichen. Im Vorverkauf werden jährlich eintausendzweihundert Eintrittskarten versandt, für dreißig Künstler:innen die An- und Abreisen, Übernachtungen und Abholungen organisiert. Während des Festivals wächst das Team von fünf Mitarbeiter:innen auf fünfzehn an. Voller Einsatz jedes:r Einzelnen ist naturgemäß gefordert. Eine Cateringfirma versorgt den Backstagebereich und das Publikum mit kulinarischen Köstlichkeiten, ein Buchhändler mit Lesestoff und zwischen acht bis zehn Winzer:innen verwöhnen mit ihren erlesenen Weiß- und Rotweinen. Nicht nur Abenteuer im Kopf, die die gehörten Texte auslösen, sondern auch ein atemberaubender Blick von der Terrasse des Stift Göttweig, den eines Abends ein Literaturkritiker mit dem Landeanflug auf Los Angeles verglich, sorgen für viele Eindrücke, die jede:r mit nach Hause nimmt.