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© Brigitte Friedrich
György Dalos
Geboren 1943 in Budapest, studierte von 1962 bis 1967 an der Moskauer Universität und war Mitglied der Ungarischen KP bis 1968, als er wegen "staatsfeindlicher Aktivitäten" Berufs- und Publikationsverbot erhielt. 1984 erhielt er ein Stipendium des Berliner DAAD und arbeitete an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen.

Von 1987 bis 1995 lebte er abwechselnd in Wien und Budapest und arbeitete u.a. für deutsche Rundfunkanstalten und Zeitungen. Von 1992 bis 1997 war Dalos Mitglied des Vorstands der Heinrich-Böll-Stiftung in Köln, 1995 erhielt er den Adalbert-von-Chamisso-Preis. Von 1995 bis 1999 leitete er das Ungarische Kulturinstitut in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen und Preise. György Dalos lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Auswahl Publikationen:
Der Fall des Ökonomen, Rotbuch Verlag 2012
Gorbatschow. Mensch und Macht, Verlag C.H. Beck 2011

»Zwischen 1995 und 2001 bewarb sich Gábor Kolozs auf ungefähr vierhundert Stellen, unter anderem als Manager, Lehrer, Dolmetscher, später Telefonist, Hotelportier, Hausmeister und schließlich als Nachtwächter, Schwimmbadaufseher und Friedhofsverwalter. Auf die meisten Bewerbungen erhielt er keine Antwort, in achtzig Fällen einen Brief mit höflicher Ablehnung, und es kam auch zu einigen Vorstellungsgesprächen. Bei diesen wurde zwar nie Klartext geredet, aber man ließ ihn deutlich ahnen, dass die Ursachen der Ablehnung im Lebensalter, in der Überqualifizierung oder sogar in dem Sachverhalt begründet waren, dass die Nachfrage bezüglich der russischen Sprache in letzter Zeit spürbar im Schwinden begriffen war.«
(Aus: Der Fall des Ökonomen, Rotbuch 2012)

Teilnahme an Literatur & Wein: 2013