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© Susanne Schleyer/autorenarchiv.de
Jan Faktor
Fröhliche Tristezza, sprühende Erzählfreude

Jan Faktor wurde in Prag geboren, arbeitete in den 1970ern an einem Prager Rechenzentrum, betreute russische Großrechner, übersiedelte 1978 in die DDR, wo er in verschiedenen Berufen arbeitete und sich der Untergrund-Literaturszene anschloß. Georgs Versuche an einem Gedicht und andere positive Texte aus dem Dichtergarten des Grauens erschien bei Aufbau 1989, neben zahlreichen anderen Publikationen bringt er Mein Leben als Gebrauchsangewiesener Mensch in der DDR (Realsatirische Diavorträge über Gebrauchsanweisungen aus der DDR, 1997 bis 1999) heraus, 2006 erscheint Schornstein bei KiWi, mit seinem Roman Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag (KiWi 2010) wurde er 2010 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Der vielgelobte Roman quillt über vor "Lust am dadaistischen Aberwitz von Systemen, Tendenz zu schelmischer Albernheit, Hang zur Poesie einer gewissen Umständlichkeit und zur humoristisch pointierten Übertreibung." "Mit Georgs Sorgen um die Vergangenheit hat Jan Faktor einen weisen und witzigen Roman über seine Prager Jugend und das erotische Erwachen in einem jüdischen Frauenhaushalt geschrieben. [...] ein Epos von alteuropäischen Ausmaßen, dessen sprudelnde Anekdotenfülle eine fröhliche Enthemmtheit begleitet." (FAZ)

»Lange Jahre empfand ich das meiste von dem, was ich erlebt hatte, als so peinlich und unerträglich, daß ich froh war, es nie wieder erleben zu müssen. Egal, wie glücklich ich in meiner Kindheit und Jugend immer wieder war, in der Regel fand ich die Umstände meiner Aufzucht fürchterlich.«

Teilnahme an Literatur & Wein: 2011