DAS INTERNATIONALE KULTURENFESTIVAL

Elfriede Gerstl
1932 - 2009

Elfriede Gerstl wurde in Wien als Tochter eines jüdischen Zahnarztes geboren. Die Familie überlebte die NS-Zeit in einem Versteck in Wien. 1952 absolvierte sie die Externistenmatura, 1955 veröffentlichte sie erstmals einen Text in der Zeitschrift "Neue Wege". Sie hatte ab 1959/60 Kontakt zur Wiener Gruppe, 1964 war sie Gast des Literarischen Colloquiums Berlin. Elfriede Gerstl war Gründungsmitglied der Grazer Autorenversammlung, außerdem Organisatorin von Literaturveranstaltungen und Veranstaltungsreihen.

Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. 1999 mit dem Erich-Fried-Preis und dem Georg-Trakl-Preis, 2007 mit dem Heimrad-Bäcker-Preis. Die Werkausgabe erschien zwischen 2012 und 2017 im Droschl Verlag.

Auswahl Publikationen:
lebenszeichen - gedichte träume denkkrümel, Droschl 2009
mein papierener garten, Gedichte, Droschl 2006
neue wiener mischung, Droschl 2001


von den gedankenflüssen

jeden tag schreibe ich brav
mein seidel
trinke ich gedanken
pinkle ich gedanken
alles ist in einem flüssigen fluss
auf hoher see
in der nationalbibliothek
in meinem kleinen kanu
oh weh
(Aus: alle tage gedichte, Deuticke 1999)


Teilnahme an Literatur & Wein: 2001