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©J.Bauer
Josef Haslinger
Josef Haslinger, 1955 in Zwettl/Niederösterreich geboren, lebt in Wien und Leipzig. 1976-1992 war er Mitherausgeber der Zeitschrift "Wespennest", 1992 Mitbegründer der antirassistischen Plattform "SOS Mitmensch". Seit 1996 lehrt er als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Sein Politthriller Opernball, bei dem ein terroristischer Anschlag auf den Wiener Opernball aus unterschiedlichen Sichten geschildert wird, machte ihn über die Grenzen Österreichs bekannt. 1998 entstand aus dem Buch ein dreistündiger Fernsehfilm mit internationaler Besetzung: Opernball - Die Opfer/Die Täter.

Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und den Rheingau Literaturpreis. 2010 war er Mainzer Stadtschreiber.

Auswahl Publikationen:
Jáchymov, S. Fischer Verlag 2011
Phi Phi Island, S. Fischer Verlag 2007
Zugvögel, S. Fischer Verlag 2006

»Zwischendurch telefonierte er oder betrachtete durch das Fernglas den Gipfel des Traunsteins. Das taten dort alle. Sie saßen vor ihren Häusern auf den Terrassen und hatten neben sich das Fernglas liegen. (...)
Immer wieder sagte sie, es würde mit gut tun, ein wenig in die frische Luft zu kommen, ich solle doch meinen Vater nach Gmunden begleiten. Frische Luft war nicht mein Fall. Außerdem war es meistens frischer Regen. Insgesamt war ich nicht öfter als zehnmal in Gmunden. Davon habe ich ganze zwei Mal den Traunstein gesehen. Die restliche Zeit war er so gründlich mit Regenwolken verhangen, dass man seine Existenz für ein Gerücht halten konnte.«
(Aus: Das Vaterspiel, Roman, S. Fischer 2000)

Teilnahme an Literatur & Wein: 2002, 2009, 2018