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©H.Steinweg
Katja Lange-Müller
Katja Lange-Müller wurde in der DDR geboren. Nachdem sie mit 16 Jahren wegen "unsozialistischen Verhaltens" der Schule verwiesen wurde, absolvierte sie eine Lehre als Schriftsetzerin, arbeitete als Requisiteurin beim DDR-Fernsehen, auf der geschlossenen psychiatrischen Station der Berliner Charité und studierte Ende der 70er Jahre am Literaturinstitut. Sie lebte und arbeitete ein Jahr in Ulan Bator, war Lektorin im Altberliner Verlag und reiste 1984 nach West-Berlin aus. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet.

Auswahl Publikationen:
Böse Schafe, Roman, KiWi 2007
Die Enten, die Frauen und die Wahrheit, KiWi 2003
Der nicaraguanische Hund, Berliner Handpresse 2003

»Blitzgewitter, denkt Asta, das Wort ist mir lange nicht mehr, jetzt aber tatsächlich blitzartig eingefallen. Artiger Blitz? Bullshit. Also: Unter einem Blitzgewitter versteht man ein jäh einsetzendes, heftiges Gewitter, das ebenso plötzlich aufhört. - Aufhören, wieder so ein Wort, das Asta irritiert, sie stört in ihrem Bemühen, sich daran zu erinnern, was ein Blitzgewitter eigentlich genau ausmacht. Aufhören, denkt sie, könnte ja wohl noch etwas anderes bedeuten; doch würde man dann nicht eher aufhorchen sagen, in meiner Muttersprache, die ich nicht vergessen, nur kaum gebraucht habe, während der letzten zwanzig, nein, zweiundzwanzig Jahre, die ich wo verbrachte? In der Fremde. In der Fremde?«
(Aus: Drehtür, Kiepenheuer & Witsch 2016)

Teilnahme an Literatur & Wein: 2012, 2017